Etiquetado: Odile Kennel

Latinale-Bücher (II) / Libros de Latinale (II)

Zur diesjährigen Latinale, dem mobilen lateinamerikanischen Poesiefestival, erscheint in der parasitenpresse der Band Sprache und Scharfrichter mit Gedichten von Damaris Calderón.

Damaris Calderón, wurde 1967 in Havanna, Kuba, geboren und lebt seit 1995 in Chile. Sie ist Dichterin, Erzählerin, Essayistin, Malerin und Dozentin. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen zählen Contunuar leyendo

Die Latinale 2011 steht vor der Tür

Auf einer Latinaleeröffnung

Das mobile lateinamerikanische Poesiefestival wird am 8. November im Kulturforum eröffnet

In wenigen Tagen beginnt die Latinale 2011 mit seiner diesjährigen Reise, die das mobile lateinamerikanische Poesiefestival von Berlin über Nordrhein-Westfalen bis nach Mexiko führen wird. Die Eröffnung findet am Dienstag, 8. November um 19.00 Uhr im Kulturforum am Potsdamer Platz, Musikinstrumenten-Museum (Curt-Sachs-Saal, Tiergartenstr. 1, 10785 Berlin) statt. Gastgeber ist das Ibero-Amerikanische Institut, welches auf Grund von Umbauarbeiten im eigenen Haus der Latinale 2011 Unterschlupf im Kulturforum gibt. Unter dem Titel „Boxeo poético “ (politisches Boxen) treten an diesem Abend Björn Kuhligk (Deutschland), Luis Alberto Arellano (Mexiko), Damaris Calderón (Cuba / Chile) und Martín Gambarotta (Argentinien) auf. An den darauf folgenden Tagen wird unter anderem die derzeit sehr erfolgreiche Odile Kennel bei der Latinale lesen.

Noch bis zum 12. November gibt es bei der vom Berliner Senat geförderten Reihe Lesungen, Workshops, Poesienächte und vieles mehr, bevor der Latinale-Troß nach Nordrhein-Westfalen weiterzieht. Die Autoren der sechsten Auflage dieses in Europa einzigartigen Festivals kommen aus Argentinien, Costa Rica, Kuba, Mexico, Nicaragua, Peru, Spanien und Deutschland. Das komplette Programm finden Sie unter www.latinale.de.

Am 8. November findet bereits um 18.00 Uhr, also eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung, ein Pressetreff mit den bei der Latinale auftretenden Künstlern statt, zu dem wir Sie herzlich einladen möchten. Bitte melden Sie sich hierfür bis zum Freitag, 4. November unter presse@cervantes.de an. Auch für Interviewanfragen, Bildmaterial und sonstige Informationen zur Latinale 2011 steht Ihnen das Instituto Cervantes Berlin als Organisator des Festivals gerne zur Verfügung.

Lars Schepull
Instituto Cervantes Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: 0160 80 68 504
Email: presse@cervantes.de

Frachtgut Überseepoesie / Remesa Poética de Ultramar

Anlässlich der Latinale 2011 erscheint eine Anthologie im Verlag SuKuLTuR: Frachtgut Überseepoesie / Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania. Herausgegeben von Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez und Enno Stahl. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf.

Taschenbuch: 112 Seiten
Verlag: SuKuLTuR (November 2011)
Sprache: Deutsch, Spanisch
ISBN-10: 394159222X
ISBN-13: 978-3941592223
Preis: 9 Euro (Subskriptionspreis auf der Latinale 5 Euro).

Angélica Freitas: Rilke Shake

Von Odile Kennel

Man nehme einen Schuss Morgenstern, füge einen Hauch Bishop hinzu, vermische das Ganze mit einer ordentlichen Portion Lopes, schüttle kräftig, gebe ein Becherchen Pimenta bei, schmecke es mit einem Tropfen Vian und einer Prise Rühmkorf ab, und fertig ist der Rilke Shake, den man am Besten in einem Café der Rive Gauche mit Gertrude Stein zu sich nimmt. Aber Vorsicht: Kann sein, dass Alice plötzlich auftaucht!

Als der Debütband der brasilianischen Dichterin Angélica Freitas 2007 in der Reihe „ás de colete“ des brasilianischen Verlags Cosac Naify erschien, erregte er sogleich Aufmerksamkeit. Denn hier kümmerte sich jemand dezidiert nicht um den poetischen guten Ton, Contunuar leyendo

Neue argentinische Dichtung in der Presse

“Herausragend sind die Verse des Fabián Casas, die konkrete Alltagssituationen aufgreifen und Momente des Sich-Bewusstwerdens universeller existenzieller Situationen anhand simpler Dinge gestalten. Dichterinnen wie Gabriela Bejerman und Fernanda Laguna brechen mit traditionellen Frauenrollen. Am beeindruckendsten sind die Gedichte der María Medrano, die nicht nur einen unabhängigen Verlag leitet, sondern auch Schreibwerkstätten in Frauengefängnissen. Ihre nüchternen, epischen, kafkaesk wirkenden Verse beschreiben minutiös das entwürdigende Procedere von Justizmaschinerien. Von ihr möchte man mehr lesen.”

Dorothea von Törne, Die Welt, 2. Oktober 2010.

“Knapp 30 zeitgenössische Autoren sind in der Anthologie “Neue Argentinische Dichtung” vertreten. Darunter Intellektuelle, die den Umgang der Regierung mit der argentinischen Wirtschaftskrise persiflieren oder von neobarocken Traditionen aus der Karibik beeinflusst sind. Aber auch Arbeiter, die das Schreiben für sich entdeckt haben.”

WDR, Scala, 8. Oktober 2010.

“‘Neue Argentinische Dichtung’ bei Luxbooks wagt eine Auswahl aus der mit rund 1 200 Neuerscheinungen pro Jahr ungeheuer aktiven Lyrikszene. Solche Sammelwerke sind für die Erschließung der Pampa (und all dem, was das Land eben sonst noch ausmacht) unerlässlich.”

Silke Kleemann, Börsenblatt”, 23. Oktober 2010.

“Noch ein Highlight von der Frankfurter Buchmesse: Die Präsentation der liebevoll edierten zweisprachigen Anthologie ‘Neue argentinische Dichtung’ (luxbooks, Wiesbaden 2010)”

Gerd Dilger, Latin@rama, taz.blog, 16. Oktober 2010.

“Berger entdeckte die spanischsprachige Anthologie „Nueva Poesia Argentina“, die im Verlag des Schauspielers Viggo Mortensen erschienen ist – dem Aragorn aus „Herr der Ringe“. Berger und seine Übersetzerfreunde machten sich an die Arbeit – und bescheren uns einen Band, der den argentinischen Poesie-Aufbruch der letzten 15 Jahre aufs Schönste spiegelt.”

Nils Kahlefendt, Börsenblatt, 14. Oktober 2010.b

Gedichtregen / Lluvia de Poemas

Foto: Timo Berger

Es war eine unvergleichbare Erfahrung. 100.000 Gedichte von 80 Dichterinnen und Dichtern aus Chile und Deutschland, auf silberne Lesezeichen gedruckt, segelten in mehr als einer halben Stunde auf den Berliner Lustgarten. Eine Aktion der Dichtergruppe Casagrande aus Santiago de Chile. Tausende Menschen reckten und streckten sich nach den lyrischen Botschaften, die da vom Himmel fielen. Der Himmel über Berlin – schon seit langem ein fast mythischer Ort. Der Dom, golden glänzenden in den letzten Strahlen der nach einem regnerischen Tag unerwartet wieder aufgetauchten Abendsonne, tolerierte das schimmernde Spektakel, das ihm für eine Weile die Show stahl. Die Menschen tauschten Dubletten, rannten von einer Ecke des Platzes zur anderen. Die Dichterin und Erzählerin Odile Kennel sprach sogar von “der Lust am Fangen”. Tausende wieder Kinder. Und die Kinder, die einzigen mit Gerechtigkeitsempfinden. Da fragte ein Kind seine Mutter: “Mutti, Du hast doch schon eins gefangen, warum willst Du mehr?” Manche suchten den Nahkampf und balgten sich um bald verknitterte Gedichte. Doch alle, das ist sicher, werden den Tag in Erinnerung halten. Die Gedichte in Bücher stecken, die bald in den hinteren Regalreihen verstauben … (espanyol abajo…)

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Neue Bücher bei PapperLaPapp

Ergebnisse des Kartonbuchworkshops am Samstag vergangener Woche. Fotos: Timo Berger.

Open Air Workshop

PhotoAm 10. Juli veranstalten der Kartonbuchverlag « PapperLaPapp » und die Buchhandlung Zadig einen Workshop im Freien

Der 2001 während der Argentinien-Krise in Buenos Aires entstandene Verlag Eloisa Cartonera hat das Berliner Kollektiv PapperLaPapp zu einem Kartonbuchverlag inspiriert. Am 10. Juli haben Sie die einmalige Gelegenheit, Ihr eigenes Kartonbuch mit PapperLaPapp und der Buchhandlung Zadig herzustellen!

Die Texte zeitgenössischer Berliner Poeten werden auf Recyclingpapier fotokopiert, getackert und in einen Kartonumschlag geklebt, den Sie dann selbst mit Papier und Farben gestalten können. Jedes Buch wird so zum Unikat.

Wir laden alle Interessierten ein, Hand anzulegen und gemeinsam mit den Dichterinnen und Dichtern Ludovic Bablon, Ricardo Domeneck, Odile Kennel und Tom Bresemann, dem Künstler SP38 sowie den Initatioren von PapperLaPapp Ausias Navarro Millet und Timo Berger Kartonbücher zu fertigen. Contunuar leyendo