Etiquetado: Hendrick Jackson

**SPECIAL GUESTS**

…und als Special Guests bereichern dieses Jahr vier Autor*innen im Rahmen der Übersetzungsworkshops das Autorenprogramm der LATINALE:

Foto: Rawan Hassan
Foto: Rawan Hassan

Kenan Khadaj, 1990 in Swaida/Syrien geboren, ist Journalist und Kurzgeschichtenautor. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Damaskus, musste sein Studium jedoch aufgrund der politischen Situation abbrechen. Mit Beginn der Revolution 2011 nahm er die Arbeit als Journalist auf und schrieb für verschiedene syrische Zeitungen. Zudem engagierte er sich in Hilfsprojekten für kriegsgeschädigte Kinder und Erwachsene. 2014 floh er in den Libanon und gelangte von dort über die Türkei nach Griechenland und schließlich nach Deutschland. Seit Mai 2015 lebt er in Berlin. Einige seiner journalistischen Texte erschienen in deutscher Übersetzung in der taz, für die er regelmäßig schreibt. Kenan Khadaj ist in das von der Literaturwerkstatt Berlin organisierte Projekt Versschmuggel eingebunden. Sein erster Erzählband „Es lebe der Krieg“ ist noch unveröffentlicht. Gegenwärtig beendet Kenan Khadaj seinen zweiten Erzählband und arbeitet an seinem ersten Roman.

Foto: Jürgen Bauer
Foto: Jürgen Bauer

María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires, Argentinien, geboren, wo sie Deutsch als Fremdsprache studierte. Mit einem DAAD-Promotionsstipendium kam sie 1996 nach Berlin und blieb. Nach ihrer Promotion an der FU Berlin im Jahre 2000 ist sie seit 2005 freie Autorin und seit 2011 Mitglied des deutschen PEN. Barbetta hat zahlreiche Stipendien und Preise erhalten, unter anderem den aspekte-Literaturpreis (2008), den Adelbert von Chamisso-Förderpreis (2009) und den Bayern 2-Wortspiele-Preis (2009) für ihren Debütroman „Änderungsschneiderei Los Milagros“. 2013 war sie Literaturstipendiatin der Villa Massimo in Rom. 2014 erhielt sie Stipendien des Berliner Senats und des Deutschen Literaturfonds Darmstadt.

Foto: Dirk Skiba
Foto: Dirk Skiba

Ricardo Domeneck wurde 1977 in Bebedouro im brasilianischen Bundesstaat S. Paulo geboren. Er hat die Gedichtbände „Carta aos anfíbios“ (Bem-Te-Vi, 2005), „a cadela sem Logos“ (Cosac Naify/7Letras, 2007), „Sons: Arranjo: Garganta“ (Cosac Naify/7Letras, 2009), „Cigarros na cama“ (Berinjela, 2011) und „Ciclo do amante substituível“ (7Letras, 2012) publiziert und ist Mitherausgeber der Zeitschriften Modo de Usar & Co. und Hilda. Er hat mit brasilianischen, spanischen, US-amerikanischen und deutschen Literaturzeitschriften zusammengearbeitet. Seine Poesie, die sich zwischen Textualität und Oralität bewegt, wurde ins Deutsche, Englische, Spanische, Katalanische, Französische, Niederländische, Slowenische, Schwedische und Arabische üebrsetzt und in internationalen Metropolen vorgestellt. Domeneck selbst hat Texte von Autor*innen wie Hans Arp, Friederike Mayröcker, Frank O’Hara oder Jack Spicer ins Portugiesische übersetzt. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Auf Deutsch erschien 2013 beim Verlagshaus J. Frank in Berlin eine Gedichtauswahl unter dem Titel „Körper: ein Handbuch“, übersetzt von Odile Kennel. Sein letztes Gedichtbuch erschien 2014 in Barcelona bei Kriller71 Ediciones unter dem Titel „Ciclo del amante substituible“ in der spanischen Übersetzung von Aníbal Cristobo.

 

Foto: Dmitri Kireev
Foto: Dmitri Kireev

Dmitri Dragilew wurde in 1971 in Riga geboren. In Lettland gehörte er zur Sektion der Nachwuchsautoren des Schriftstellerverbands und hatte bereits 1986 seine erste Veröffentlichung, zudem arbeitete er für die russischen Redaktion des Staatlichen Rundfunks und leitete Jazz-Bands. Nach einem Studium an der Universität in Riga, an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar und an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena war er als Redakteur für die internationale literarisch-kulturologische Schriftenreihe VIA REGIA in Erfurt sowie für die Zeitschrift Ru.Baschka – eine russische Illustrierte in Berlin tätig. Später wurde er Kolumnist der Berliner Zeitschrift 7+7ja und darüber hinaus Gastdozent der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder). Er konzipierte und moderierte die Lesereihe EXiLIBRIS und das erste Thüringer FM-Wochenmagazin in russischer Sprache Radio Akzent (Erfurt), die Veranstaltungsreihe „Art-Salon“ und das Eddie-Rosner-Jazzfestival (Berlin), war einer der Mitinitiatoren der Berliner literarischen Gruppe SAPAD NAPERJOD (KdW – Kehrseite des Westens). Regelmäßig tritt er auch als Interpret, Arrangeur, Komponist und Leiter diverser musikalischen Projekte auf (darunter sind „The Swinging PartYsans“ und „Kapelle Strock“). Außer seinen Gedichten sind in Russland auch ein Essayband zur Geschichte des russischen Tangos und die Biographie des Jazz-Musikers Eddie Rosner erschienen, daneben zahlreiche Publikationen in den Literaturzeitschriften und Anthologien in Lettland, Russland, Deutschland, Israel, in der Schweiz, USA, Kanada und Ukraine. Dragilew ist Mitglied des PEN-Zentrums der Schrifsteller im Exil deutschsprachiger Länder (seit 2005) und Vorsitzender der Vereinigung der russischsprachigen Autoren in Deutschland (seit 2015). Für seine Lyrik, die in der Tradition der russischen metarealistischen Schule steht, erhielt Dragilew den Literaturpreis der Moskauer Zeitschrift Deti Ra und den Sonderpreis des IV. offiziellen russischsprachigen poetry slam in Berlin (beide 2006).