Etiquetado: Fabián Casas

So etwas wie Universalität

Der letzte Bus der Nacht

“Ich bin Casas’ Gedichten das erste Mal begegnet, als ich EDIT Redakteur war, ich glaube sogar, es war meine erste Nummer. Casas hatte gerade den Seghers-Preis bekommen. Ich war schon beim ersten Lesen begeistert und die Begeisterung ließ auch beim zweiten und dritten nicht nach. Ich fühlte mich unmittelbar gemeint und angesprochen. Als gäbe es doch so etwas wie Universalität. Mir schien, dass da einer von Argentinien aus Weltzeit auf den Punkt bringt. Bitte lesen!”

Jan Kuhlbrodt, Tubuk, 19. Oktober 2010

Fabián Casas
Solaris

… Mitten im Ofen des Sommers,
das saubere, leere und aufgeräumte Haus …
der Kühlschrank springt an und geht wieder aus,
so wie es sein muss … Der Stromkreis unterbrochen,
ein schwarzes Kondom schwimmt im Klo …
… halbverwässerter Whisky …

… Du hast die Riesenspinne getötet,
aber so lange du auch suchst und suchst
ihre Gefährtin taucht nicht auf … Contunuar leyendo

Neue argentinische Dichtung in der Presse

“Herausragend sind die Verse des Fabián Casas, die konkrete Alltagssituationen aufgreifen und Momente des Sich-Bewusstwerdens universeller existenzieller Situationen anhand simpler Dinge gestalten. Dichterinnen wie Gabriela Bejerman und Fernanda Laguna brechen mit traditionellen Frauenrollen. Am beeindruckendsten sind die Gedichte der María Medrano, die nicht nur einen unabhängigen Verlag leitet, sondern auch Schreibwerkstätten in Frauengefängnissen. Ihre nüchternen, epischen, kafkaesk wirkenden Verse beschreiben minutiös das entwürdigende Procedere von Justizmaschinerien. Von ihr möchte man mehr lesen.”

Dorothea von Törne, Die Welt, 2. Oktober 2010.

“Knapp 30 zeitgenössische Autoren sind in der Anthologie “Neue Argentinische Dichtung” vertreten. Darunter Intellektuelle, die den Umgang der Regierung mit der argentinischen Wirtschaftskrise persiflieren oder von neobarocken Traditionen aus der Karibik beeinflusst sind. Aber auch Arbeiter, die das Schreiben für sich entdeckt haben.”

WDR, Scala, 8. Oktober 2010.

“‘Neue Argentinische Dichtung’ bei Luxbooks wagt eine Auswahl aus der mit rund 1 200 Neuerscheinungen pro Jahr ungeheuer aktiven Lyrikszene. Solche Sammelwerke sind für die Erschließung der Pampa (und all dem, was das Land eben sonst noch ausmacht) unerlässlich.”

Silke Kleemann, Börsenblatt”, 23. Oktober 2010.

“Noch ein Highlight von der Frankfurter Buchmesse: Die Präsentation der liebevoll edierten zweisprachigen Anthologie ‘Neue argentinische Dichtung’ (luxbooks, Wiesbaden 2010)”

Gerd Dilger, Latin@rama, taz.blog, 16. Oktober 2010.

“Berger entdeckte die spanischsprachige Anthologie „Nueva Poesia Argentina“, die im Verlag des Schauspielers Viggo Mortensen erschienen ist – dem Aragorn aus „Herr der Ringe“. Berger und seine Übersetzerfreunde machten sich an die Arbeit – und bescheren uns einen Band, der den argentinischen Poesie-Aufbruch der letzten 15 Jahre aufs Schönste spiegelt.”

Nils Kahlefendt, Börsenblatt, 14. Oktober 2010.b

Latinale 2010 in der Presse

Pablo Ramos. Foto: Timo Berger

“‘Para nosotros será muy importante y estamos sorprendidos de tener gente de Argentina, Paraguay y Uruguay interesada en lo que publicamos. Nos pidieron que les permitiéramos hacer una versión ‘sudaca’ de la revista, entonces creo que estos festivales nos abren otro canal de distribución y difusión para llegar a nuevos lectores’, afirma Carlos Vicente Castro.”

Informador Redacción, Informador, Guadalajar, Mexico, 13. Oktober 2010.

“Seit einigen Jahren bringt das mobile lateinamerikanische Poesiefestival „Latinale“ einem wachsenden Publikum zwischen Köln, Hamburg und Berlin die Lyrik von Mexiko bis Feuerland nahe – dieses Jahr vom 6. bis 12. November (www.latinale.de). Die Buchmesse ermöglicht es, argentinische Dichtung nun auch gedruckt zu präsentieren, so „Mundar – Welteln“ (Edition Delta), Gedichte des Cervantes-Preisträgers Juan Gelman, aber auch Fabián Casas’ Großstadtgedichte „Mitten in der Nacht“ (Lux Verlag) oder die melancholische Poesie von Héctor Dante Cincotta in der Edition Virgines, „Das Alter der Wolken“. Manche originelle Erzählung wäre ohne die Buchmesse sicher unübersetzt geblieben, etwa Adrián Pais’ postmodern-philosophische Sicht aufs Berlin der 1990er Jahre in dem Band „In die Wolken“ (Schiler Verlag), mit Diskotheken und Schwulenbars: ein Text, der durch „Dateien“ strukturiert wird, die unter bestimmten Namen gespeichert, geöffnet und weitergeführt werden.”

Dieter Ingenschay, Tagesspiegel, 5. Oktober 2010.

Neue Bücher: Lob der Trägheit von Fabián Casas

Rita, La Novelita y Fabián, 2008 en Montserrat
Fabián Casas

Lob der Trägheit gefolgt von Die Panikveteranen

Zwei Erzählungen

ISBN 978-3-86789-109-7

128 Seiten
12,5 x 21,0 cm
geb.

erscheint August 2010

Preis 14,95 €

Er zählt zu den jungen Wilden der argentinischen Literatur, die sich aus dem Schatten der Altmeister wie Juan Carlos Onetti und Jorge Luis Borges herausgeschrieben haben. Jetzt liegt sein Erfolgsbuch auch auf Deutsch vor!

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Salió “Horla City y otros”

La semana pasada me regalaron “Horla City y otros” de Fabián Casas. Planeta volvió a reunir en un único volumen lo que hasta hace poco estaba desperdigado por distintas editoriales, publicaciones periódicas y en algunos sitios de internet. Son veinte años de trabajo que estuvieron yirando y modificándose mientras el nombre del poeta se iba expandiendo con la velocidad de los rumores.

Así que releí en estos pocos días toda su poesía, me enfrenté al inédito “Horla City” y creo que leerlo así, de un tirón, como si no estuvieran esos libros separados por años de trabajo y experiencia, da una dimensión distinta de su poesía. Las repeticiones, por ejemplo, se parecen más al gotear de una canilla mal cerrada (con ese sonido brutalmente obsesivo, que se va ampliando hasta enajenarnos de modo que, finalmente, sólo podemos escuchar eso y el resto parece desaparecer) que a las esquirlas de las obsesiones del autor También se nota más el proceso por el cual Casas se fue complejizando, haciendo cada vez más filosas algunas ideas que ya aparecían en los primeros libros. Los poemas no sólo instalan su poética: “¿un escritor no debería ir siempre en contra de su habilidad?” y hacen de ese estado de pregunta la materia prima del trabajo, sino que dejan muy claro que para Casas no existe posibilidad de entender a la literatura como otra cosa que no sea extrañamiento del mundo, incertidumbre, estado de alerta y vigilia frente a cualquier clase de seguridad.

http://elcazadorsolitario.wordpress.com/2010/06/09/fabian-casas-una-poetica-de-la-inseguridad/