Latinale empfiehlt: “Pseudo” von Martín Gambarotta

Martín Gambarotta

Martín Gambarotta wurde 1968 in Buenos Aires geboren. Die Jahre der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) verbrachte er in England. Er gilt neben Sergio Raimondi als einer der wichtigsten Gegenwartsdichter seines Landes. 1996 veröffentlichte er sein erstes Buch, »Punctum«, ein narratives Langgedicht, das emblematisch für die argentinische Poesie der 1990er Jahre steht. Gambarottas Gedichte sind heterogene, polyphone Kompositionen, in denen er sich häufig sprachlicher Readymades bedient. Es finden sich Zitate aus Songtexten, Reklame- und Politslogans. Gambarottas Texte verweisen weniger auf eine Außenwelt, als vielmehr auf Sprache im Alltagsgebrauch, auf die Sprache der Politik und die Politiken der Sprache. Im Langgedicht »Seudo« (2000) – soeben in der Übersetzung von Timo Berger in der Brüterich Press erschienen – wird zudem das Verhältnis von Wörtern und Dingen thematisiert und problematisiert. Diese sprachtheoretische Unterfütterung führt aber nie in die Ödnis der reinen Selbstbezüglichkeit, sie ist vielmehr Teil des Vergnügens, Martín Gambarottas Gedichte zu lesen oder noch besser: zu hören.

Martín Gambarotta liest zusammen mit seinem Übersetzer Timo Berger aus »Seudo« /»Pseudo«.

Freitag 15. September 20 Uhr, Kaminzimmer
Eintritt: 5,- / 3,- €
Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin
Tel. +49 (0)30 887 286 0
literaturhaus[at]literaturhaus-berlin.de

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