Autorinnen und Autoren der Latinale 2010

Benjamín Chávez wurde am 17.Februar 1971 in Santa Cruz, Bolivien, geboren. Er hat bisher sieben Gedichtbände veröffentlicht. Für sein Buch “Pequeña librería de viejo” erhielt er 2006 den Nationalpreis in der Kategorie Poesie. Der Künstler lebte einen großen Teil seine Lebens in Oruro (Bolivien), dort publizierte er auch sein erstes Werk “Prehistorias del androide” (1994), für das er mit dem Premio Luis Mendizábal ausgezeichnet wurde. Er studierte Philosophie und Anthropologie in La Paz und Cochabamba. Chávez ist ebenfalls Verfasser kurzer Erzählungen, welche bereits in diversen Anthologien erschienen sind. Außerdem kollaboriert er mit bolivianischen und internationalen Tageszeitungen und Magazinen. Als Co- Autor wirkte er am Buch “Cambio Climático. Panorama de la joven poesía boliviana.” mit. Weitere poetische Werke von ihm sind: “Con la misma tijera” (1999), “Santo sin devoción” (2000), “Y allá en lo alto un pedazo de cielo” (2003), mit dem er das Finale des Nationalwettbewerbs Yolanda Bedregal erreichte, “Extramuros” (2004), “Manual de contemplación” (persönliche Anthologie), 1. Auflage 2008, 2. Auflage 2009. Benjamin Chávez ist Leiter des Internationalen Poesifestivals von Bolivien.

Laura ErberLaura Erber wurde 1979 auf dem Planeten Erde geboren. Sie publizierte Insones (7 Letras, 2002), Os corpos e os dias /Körper und Tage (Merz-Solitude, 2006) und Vazados & Molambos (2008). Zusammen mit dem italienischen Schriftsteller Federico Nicolao und der koreanischen Künstlerin Koo Jeong-A veröffentlichte sie das Buch Celia Misteriosa (Villa Medici y ediciones Io, 2007). Erber war als Schrifstellerin zu Gast in der Akademie Schloss Solitude (Deutschland) und dem Vlaanderen Pen Center (Belgien). Ihre Gedichte sind in diversen brasilianischen Poesiemagazinen (Inimigo Rumor, Cacto, Poesia Sempre) zu lesen und seit 2004 kollaboriert sie mit der italienischen Zeitschrift Chorus Una Costellazione (Genua). Ihren Master der Filologie an der Pontifícia Universidade Católica do Rio de Janeiro schloss sie mit ihrer Absschlussarbeit über “No man’s langue: a poesia em fuga de Ghérasim Luca” ab. Laura Erber ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch visuelle Künstlerin. Ihre Arbeiten vertiefen die Verbindungen und Diskontinuitäten des Wortes und des Bildes. Sie nahm an zahlreichen Ausstellungen in den unterschiedlichsten Kunstzentren teil u.a. dem Grand Palais de París, der Fundación Miró, dem Museo de Arte Moderno de Río de Janeiro, Oi futuro, dem Centro Cultural Banco do Brasil, IASPIS, und der Jeu de Paume. Andererseits, als echte „Meidosemme“ träumt sie von nichts anderem als eines Tages den Palacio del Confetti zu erobern.

Laura LobovLaura Lobov wurde 1978 in Buenos Aires geboren. Sie veröffentlichte Balneario innerhalb der Sammlung Arte de Tapas de la Casa de la Poesía (2003) und Las cosas a descansar (2004) beim Verlag Gog y Magog Ediciones, den sie zusammen mit Julia Sarachu, Miguel Angel Petrecca und Vanina Colagiovanni leitet. Des Weiteren sind von ihr die Werke El Zeide (Color pastel, 2006), La casa de la abeja (2007), Pájaros que se posan sobre una antena (El billar de Lucrecia, 2009) und El management envilece al mundo (Clase Turista, 2010) erschienen. Ihre Gedichte wurden in Última Poesía Argentina, Buenos Aires, (2008), Poetas argentinas (1961-1980), Buenos Aires, 2008,  El decir y el vértigo. Panorama reciente de la poesía hispanomaericana (1965-1979), México, 2005, 18 Poetas-Antología de poesía latinoamericana, Perú, 2006 und Taquigrafia para principiantes, Buenos Aires, 2002 publiziert.

Lina MeruaneLina Meruane wurde 1970 in Chile geboren. Sie ist Schriftstellerin, Journalistin und unterrichtet Literatur. Neben Kurzgeschichten, die auf spanisch, englisch, deutsch und französich in diversen Anthologien und Zeitschriften erschienen sind, umfasst ihr Werk die Erzählsammlung “Las Infantas” (1. Ausgabe bei Planeta , 1998, Neuauflage bei Eterna Cadencia, Argentina, 2010), sowie die Romane “Póstuma” (Planeta 2000, ins Portugiesische übersetzt von Oficina do Livro, 2001), “Cercada” (Cuarto Propio, 2000) und “Fruta Podrida”  (Fondo de Cultura Económica, 2007), welcher 2006 den Preis als bester unveröffentlichter Roman des Consejo Nacional de la Cultura y de las Artes de Chile bekam. Lina Meruane erhielt Schreibstipendien des Fondo de Desarrollo de las Artes (Chile 1997), der Guggenheim- Stiftung (USA 2004) und der National Endowment for the Arts (USA 2010). Sie promovierte in hispanoamerikanischer Literatur an der Universität von New York, wo sie Kurse und Workshops im Masterstudiengang Kreatives Schreiben auf Spanisch gab. Sie war ebenfalls als Gastprofessorin an der Wesleyan University tätig. Aktuell lebt und vor allem schreibt sie in Berlin und lehrt am Lateinamerika-Institut der Freien Universität.

Alan MillsAlan Mills wurde 1979 in Guatemala geboren. Der Dichter veröffentlichte bisher die Werke Los nombres ocultos, Marca de agua, Poemas sensibles, Testamentofuturo, Caja Negra XX 2012 (Red de los Poetas Salvajes, México: 2009; Mata-mata, Guatemala: 2010) und Escalera a ninguna parte (Catafixia, Guatemala: 2010). Erst kürzlich erschien sein Buch Syncopes beim französischen Verlag Rouge Inside. Alan Mills nahm an Literaturfestivals wie dem Les belles étrangères des nationalen Buchzentrum Frankreichs und dem Poesiefestival von Rosario, Argentinien, teil.
Er konzipierte kreative Literaturworkshops für diverse Institutionen in mehreren Ländern, u.a. für das Instituto Cervantes in São Paulo, das Casa de Letras und für das Kulturzentrum ECUNHI in Buenos Aires und fungierte als Übersetzter des Werkes 90-00: Cuentos brasileños contemporáneos (Copé, Perú: 2009).
Der Künstler beteiligt sich am literarischen Blog Los Superdemokraticos (Deutschland) und betreibt selbst den Blog Revólver: www.alanmills.blogspot.com.

Pablo Thiago RoccaPablo Thiago Rocca, geboren 1965 in Montevideo (Uruguay), ist Dichter, Wissenschaftler und Kunstkritiker. Außerdem leitet er das Museo Figari (Uruguay). Er gewann 2004 den nationalen Literaturpreis in der Kategorie Kunstessay und im Jahr 2008 den kommunalen Poesiepreis. Bisher sind vom ihm die Bücher “Poemas y otras mentiras” (1987), “El cuerpo y su sombra” (1998), “Los suburbios de dios” (2000), “Túneles para viajar por la carne” (2004) und “Nada” (2009) erschienen, sowie in Kooperation mit dem Musiker Fernando Pareja die CD “Piedra Plana” (2002). Im Moment lebt Rocca in Salinas, einem Vorort der Hauptstadt, am Ufer des Rio de la Plata.

Milagros Salcedo-RoguetMilagros Salcedo-Roguet wurde 1971 in Lima, Peru, geboren und lebt seit 1998 in Frankreich. In ihren Performances vereinigt sie sowohl Poesie und Tanz als auch Theater: 2008 –2009 präsentierte sie « En qué piensas? » u.a. auf dem Festival der Universität von Nantes. Ebenfalls auf dem Festival von Nantes und bei Migraciones-Lima zeigte sie 2007-2008 das Werk « En mil pedazos ». Im Jahr 2006 inszenierte die Künstlerin ihre « Cigoto »- Performance auf dem Festival Déballage Créatif in Nantes und 2004 die Performance « Rupturas » auf dem Festival “Les Italiennes”, Clisson.Von 1991- 1992 gehörte Milagros Salcedo-Roguet der Poetengruppe von Néon, Lima, an, die eigene Gedichte in kurzen Szenen auf die Bühne brachten. Von 2001- 2007 nahm sie in Nantes am « Veladas Slam Poésie » teil und 2006 zeigte sie in der Mediathek von Nantes die Austellung « Poésie Volante ».

Judith SantopietroJudith Santopietro wurde 1983 in Córdoba, Mexiko, geboren. Ihre Werke finden sich u.a. im Anuario de Poesía Mexicana 2006, der Zeitschrift des Fondo de Cultura Económica, der Memoria del Encuentro Nacional de Literatura en Lenguas Indígenas, in Del Silencio hacia la Luz: Mapa Poético de México, in der literarischen Anthologie Musa de Musas, Poesía de Mujeres desde la Ciudad de México; in der Publikation des Consejo Nacional para la Cultura y las Artes; in Festival III Recital Chilango-Andaluz 08 (Editorial Cocó, Spanien, 2008) sowie in World Oral Literature Project, Voices of Vanishing Worlds (Universität Cambridge). Des Weiteren wurden ihre Werke in la plaquette: Raíz de vuelo (Verlag El Barco Ebrio-Homo Scriptum, New York 2008), Se incendia la palabra (Instituto Municipal de Arte y Cultura del Ayuntamiento de Puebla, 2008) und Ciudad de Polvo ( Editorial  Ultramarina Cartonera & Digital, Spanien) publiziert. Sie wurde ebenfalls in Zeitschriften und Literaturbeilagen in Mexiko, Peru, Chile und Kanada veröffentlicht. Santopietro erhielt eine spezielle Erwähnung beim nationalen Poesiepreis”Tuxtepec-Río Papaloapan” in Oaxaca und den zweiten Preis beim 4. Nationalen Poesiewettbewerb “Lázara Meldiú” in Veracruz. Finalistin der Rolex Awards for Enterprise. Die Künstlerin nahm an diversen internationalen Schriftstellertreffen teil und sie kollaborierte weltweit bei zahlreichen Treffen, Festivals, Kongressen und Dokumentarfilmen über Literatur, Kunst, Kommunikation und traditionelle indigene Medizin. Im Moment leitet sie Radio Nómada und ist Herausgeberin der Zeitschrift Iguanazul: Literatura en Lenguas Originarias.

Carlos Vicente Castro Carlos Vicente Castro wurde 1975 in Guadalajara, Mexiko, geboren. Seine Werke finden sich in Anthologien wie Un orbe más ancho. 40 poetas jóvenes (UNAM, 2006) und Anuarios de poesía mexicana 2004, 2006 y 2007 (FCE). Außerdem ist er Autor des Buches “Carcoma” (Paraíso Perdido-Écris des Forges, Canadá, 2006). Zwischen 2006- 2007 war Carlos Vicente Castro Stipendiat des Fondo Nacional para la Cultura y las Artes. Er ist Herausgeber der Poesiezeitschrift Metrópolis, die sich auf der diesjährigen Latinale in Berlin präsentieren wird.

Ezequiel ZaidenwergEzequiel Zaidenwerg wurde am 25. März 1981 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Er ist Autor der Gedichtbände Doxa (Vox, 2008) und La lírica está muerta, der in diesem Jahr beim Verlag Vox (Bahía Blanca) veröffentlicht wird. Zudem verwaltet er den Blog http://zaidenwerg.blogspot.com, der sich der Poesie und ihrer Übersetzung widmet, und übersetzt Texte von Rockliedern. Seine Gedichte wurden in verschiedenen Anthologien in Mexiko und Deutschland veröffenlicht. Aufgrund seiner volkommenen Beherrschung der klassischen Metrik und Prosodie wird er für einen der besten Nachwuchspoeten Agentiniens gehalten.

Julia KratjeJulia Kratje

Das Magazin für Kommunikation & Kunst Def-ghi ist eine unabhängige Publikation, die sich als Ort der Begegnung von Kulturen, Sprachen und zeitgenössischen Problemen versteht. Dabei setzt sie sowohl auf diskursive Genres als auch visuelle Darstellungsformen und umfasst damit neben Essays, akademischen Aufsätzen und Erzählungen auch die Fotografie, Poesie und Illustrationen. Die dritte Ausgabe der Zeitschrift beinhaltet ein Poesiedossier, speziell den lateinamerikanischen und karibischen Künstlern gewidmet, die an der Latinale 2010 teilnehmen. Die Herausgeber von Def-ghi, Julia Kratje und Mariano Dagatti, werden das Magazin in Berlin präsentieren. Julia Kratje studierte soziale Kommunikation an der Universidad Nacional de Entre Ríos. Im Augenblick absolviert sie ein Aufbaustudium auf dem Gebiet der Kultursoziologie und Kulturanalyse. Sie arbeitet an der Universidad Nacional del Litoral und verfasst Texte zu Themen wie Bildung, Kommunikation und Technologie. Mariano Dagatti forscht und lehrt Diskursanalyse und Visuelle Kommunikation an der Universität von Buenos Aires und dem Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas.

Special Guests:

Pablo Dacal wurde 1976 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Er ist Sänger, Musiker und Komponist. Sein Studium absolvierte er am Konservatorium „Manuel de Falla“ in Buenos Aires und der Musikhochschule der Fakultät für Kunst und Geisteswissenschaften in Rosario. Zwischen 1998 und 2001 war Dacal Mitglied der Band „The Killer Burritos“ mit denen er die CD „Un Millón de dólares“ aufnahm und mehrere Konzerte in Argentinien und Spanien gab. Er hat mehrere CD´s  und Kasetten in Eigenproduktion herausgegeben und präsentierte seine Lieder zusammen mit verschiedensten Gruppen und in unterschiedlichsten Formaten in vielen Städten des Landes. Neben der Musik, etablierte sich Dacal auch als Schauspieler und kultureller Aktivist und organisierte Reihen und thematische Veranstaltungen in Buenos Aires wie u.a. los Jueves de Salón, Salones Poéticos, Cama adentro, Cheek to Cheek, Salón Favio, Festival de Cantautores con Orquesta y el Aquelarre, fiesta fronteriza. In dem Fernsehfilm Pablo Dacal y el Misterio del Lago Rosario (2007) spielte er die Hauptrolle. Außerdem beteiligte er sich mit Textbeiträgen in den Zeitschriften La Mano, Plebeya y Plan V. Sein Manifest Asesinato del Rock erschien in der neusten Ausgabe von Cómo vino la Mano, dem legendären Buch des Journalisten Miguel Grinberg über die Rockszene Argentiniens. Derzeit schreibt mit seiner Band El Progreso an neuen Songs ….

Lucio Yaxon Guaraz wurde 1983 in Guatemala geboren, er gehört den Kaqchikel-Maya an. Er ist Menschenrechtsaktivist, Dichter und Rapsänger. Er singt auf kaqchikel und auf spanisch. Er ist der Kaqchikel-Maya, der den Hip Hop als wichtiges Element nutzt um Jugendliche in Guatemala zu organisieren. Er hat bei der Nationalvereinigung der Witwen von Guatemala CONAVIGUA sowie der jungen Maya-Bewegung MOJOMAYAS gearbeitet. Er ist Mitglied der Organisation HIJOS, die sich aus Familienangehörigen von Gefangenen und Verschwundenen der Militärgewalt des Landes zusammensetzt. Er hat Auftritte auf zahlreichen Hip Hop Festivals und Jugendtreffen in Guatemala, Lateinamerika und Kanada. Er ist Mitglied der Grupp SOTZIL, die schon drei Mordopfer zu beklagen hatte, allesamt Familienangehörige Lucios.

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